Die Verwandlung


Franz Kafka

DIE VERWANDLUNG                            

für die Bühne bearbeitet von Jean-Paul Maes

Inszenierung/Ausstattung: Jean-Paul Maes
Musik: Al Ginter

mit:
Maximillien Jadin
Rosalie Maes
Heidemarie Gohde
Gerhard Fehn
Tim Olrik Stoeneberg
Anne Mehlinger

 

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt“. Mit diesem Satz beginnt Kafkas 1915 erschienene weltberühmte Erzählung, die Jean-Paul Maes in seiner eigenen Bühnenfassung nun mit dem Kaleidoskop-Ensemble inszeniert.

Kafka bleibt uns jede Erklärung schuldig, wie und warum diese Verwandlung zustande kam, ob es sich um eine eingebildete, oder tatsächliche, innerliche oder äußerliche Methamorphose handelt. Tatsächlich scheint sich lediglich Gregors enges Umfeld, aus Eltern und Schwester bestehend, nach anfänglicher Sorge, immer mehr, gewissermaßen mit dem neuen Zustand sich abfindend, von ihm abzuwenden um ihn letzendlich seiner vorraussehbaren Verwahrlosung zu überlassen.

Gregor war Handlungsreisender, womit er die verschuldete Familie ernährte, fand sich ständigem Leistungsdruck ausgesetzt, dem er sich niemals genügte, was ihn in ultimativer Konsequenz zum Insekt, dem kleinst uns noch sichtbarem Lebewesen, verwandeln lässt. Eigentlich wollte, oder sogar konnte er nicht mehr in seiner alten, haftungsauferlegten Existenz bleiben, konnte ihr aber aus Pflichtgefühl auch nicht entfliehen. Und somit entstand eine sprichwörtlich kafkaeske Situation.

Und gerade in unserer Zeit, mit seinen immer größer werdenden Leistungsanforderungen, bei ständig geringerem Angebot auf dem Arbeits- und somit Existenzmarkt, erscheint dieses über hundertjährige Werk in hochglänzender Aktualität. Der wunderbar gefühlvoll einnehmende Text Franz Kafkas nimmt vor allem seinen Protagonisten, aber auch dessen hilflose Familienmitglieder, in die Arme, führt sie uns liebevoll vor und lässt uns eine gehörige Portion Identifikation mit diesen Hinterherhechelnden und nicht mehr Könnenden, zuteil werden.

 

Eine kafkaeske Welt, die scheinbar stets wirklicher wird … wenn wir ihr nichts entgegenstellen.

 

Schloss Bettemburg

25.1  20h00

19.2  20h00
20.2  20h00
21.2  20h00
5.3    20h00
6.3    20h00
7.3    20h00

 

Cape Ettelbrück
1.2    20h00