Fräulein Julie


Von August Strindberg (Übersetzung: Hans Egon Gerlach)

Ausgelassen feiert das Gesinde auf einem gräflichem Herrschaftssitz die Mittsommernacht. Fräulein Julie, die stolze, mannstolle und zugleich männerverachtende, seelisch tief zerrüttete Tochter des Grafen, fordert den Diener Jean, der mit der Köchin Christine so gut wie verlobt ist, zum Tanz. Jean, selbstgefällig, ehrgeizig und nüchtern berechnend zugleich, hat hochfliegende Pläne und will sich später einmal als Hotelier in der Schweiz niederlassen. Aufreizend frech und spielerisch verführend, kokettiert Julie mit ihm. Zuerst noch widerstrebend, dann aber immer bereitwilliger, erwidert Jean ihre Annäherungsversuche und nimmt sie schließlich, einem schnellen Abenteuer nicht abgeneigt, mit auf sein Zimmer.

Der kurzen Lust folgt rasche Ernüchterung. Klar ist, dass eine Liaison zwischen Herrin und Diener im gräflichem Haus unmöglich ist. Fluchtpläne werden geschmiedet und wieder verworfen. Die gereizte Stimmung eskaliert zum Streit. Und außerdem ist da noch Christine, die ihre älteren Rechte durchaus zu wahren weiß.

Julie: „Du denkst ich sei schwach; du meinst, ich liebte dich, weil die Frucht meines Leibes nach deinem Samen begehrte.“

 

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August Strindberg gilt als einer der wichtigsten schwedischen Autoren. Sein Werk umfasst neben zahlreichen Prosawerken und Briefen 60 Dramen. In der Spielzeit 2013/14 inszenierte das Kaleidoskop bereits seinen „Totentanz“.

Er wurde am 22. Januar 1849 in Stockholm geboren und starb dort am 4. April 1912.

 

 

Inszenierung
Jean-Paul Maes

Regieassistenz
Esther Correia

Technik
Roland Jakobi

mit
Friederike Majerczyk

Lukas Kientzler

Rosalie Maes

Schloss Bettemburg

21.03. 20h / 22.03. 20h

23.03. 20h / 29.03. 20h

30.03. 20h / 31.03. 17h30

02.04. 20h / 03.04. 20h / 04.04. 20h