STELLA


Johann Wolfgang Goethe

Die ziemlich mittellos gewordene Cäcilie Sommer spricht mit ihrer heranwachsenden Tochter Lucie bei der Baronesse Stella vor, dass diese Lucie als Gesellschafterin einstellen soll. Von der geschwätzigen Wirtin im gegenüberliegendem Gasthof erfahren die Beiden Stellas Schicksal, die vor Jahren mit ihrem Partner, von dem man nicht so genau wusste, ob es sich um ihren Ehemann handelt, auf dem Gut einzog. Eine höchst glückselige Zeit verbrachte das Paar dort, bis der Mann von einem Tag auf den anderen verschwunden war. Seither lebt die Baronesse ausschließlich in Erinnerung seiner. Eine junge Gesellschafterin soll ihr die Zeit des Hinwartens verkürzen. Diese Geschichte erinnert Cäcilie an ihr eigenes Schicksal, wurde sie doch ebenfalls vom Ehemann verlassen. Da kehrt Fernando zurück, in der Absicht wieder mit seiner Stella zusammen zu kommen. Als erstes trifft er in dem Gasthof auf Lucie, mit der er zufällig zusammen speist. Das Mädchen gefällt ihm sehr, kann er doch nicht ahnen, dass es sich um seine eigene Tochter handelt. Als Cäcilie ihn als ihren verschollenen Mann erkennt und gleichsam erfährt, dass es sich bei ihm ebenfalls um den Geliebten Stellas handelt, möchte sie sofort abreisen. Doch Fernando ist hin und hergerissen zwischen beiden Frauen. Stella macht sich große Vorwürfe einer Familie den Vater entrissen zu haben. Doch Cäcilie grollt ihr keineswegs, im Gegenteil schwächt diese Tatsache die große Empathie, die die Frauen von Anfang an füreinander empfinden, keineswegs.

Bahnt sich etwa eine Dreiecksgeschichte an? Hat Goethe bereits 1775 ein solches Stück schreiben wollen?

Der Skandal nach der Uraufführung blieb nicht aus, sodass der Dichter zwei Schlussfassungen schrieb. Dieses Frühwerk Goethes gehört, wenn auch nicht so bekannt, zu den Meisterwerken der deutschen Literatur.

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Johann Wolfgang Goethe ist einer der wichtigsten Dichter aller Zeiten.

Mit „Stella“ inszeniert Jean-Paul Maes nach „Die Leiden des jungen Wertther“ (2013/14) und „Faust 1“ (2015/16) das dritte Stück des Meisters im Kaleidoskop.

Inszenierung

Jean-Paul Maes

mit

Rosalie Maes / Edda Petri/ Tim Olrik Stöneberg /Lynn Reimen / Friederike Majerczyk / Julie Gross / Claude Faber

Schloss Bettemburg

12.3.20 20h (Premiere)

13.3.20 20h

18.3.20 20h

19.3.20 20h

21.3.20 20h

22.3.20 17h30