WARTE NICHT AUF DEN MARLBORO-MAN


Olivier Garofalo (Luxemburger Erstaufführung)

Ein Krankenhausflur, eine Begegnung, ein Schicksal. – Sarah hat gerade vom Motorradunfall ihres Lebensgefährten erfahren und ist aus dem Büro – das Handy im Anschlag – herbeigeeilt. Der gutmütige Pedro, ein Motorradkumpel ihres Freundes, hat sich mit viel Proviant offensichtlich auf eine längere Wartezeit eingerichtet. Pedro und sein Hobby verkörpern für sie eine unbedarfte, irrationale Lebenshaltung, die sie strikt ablehnt. Auf Sarahs Handy gehen zunehmend dringende Nachrichten ein, deren Inhalt sie geheim hält. Pedro fragt sich, warum Sarah als Mitarbeiterin eines Waffenfabrikanten eigentlich ständig auf Abruf sein muss. Sarah wird, überfordert von sich selbst, ihrem Umfeld und der unheilvollen Situation, alles um sich herum in Frage stellen, ihren Partner, ihre Beziehung und sogar die Identität Pedros, der mehr zu wissen scheint, als ihr lieb ist …

Olivier Garofalo verfasst mit „Warte nicht auf den Marlboro-Man“ ein Kammerspiel, das den Charakteren jegliche Sicherheiten entzieht und einzig über die Flucht durch Verdrängung Abhilfe schaffen kann. Die Absurdität des Lebens zwingt uns jedoch manchmal ungewollte Entscheidungen treffen zu müssen, auch wenn sie über Leben und Tod entscheiden … In Erwartung der Erlösung oder auf den großen Knall.

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Olivier Garofalo zählt zu Luxemburgs produktivsten Autoren und hat in den letzten Jahren für eine Vielzahl an Theaterhäusern in Luxemburg, sowie Deutschland gearbeitet. Nach seinem Engagement als Dramaturg am ETA-Hoffmann-Theater in Bamberg ist er seit der Spielzeit 2019/20 Dramaturg und Dramatiker am Rheinischen Landestheater Neuss.

mit

Friderike Majerczyk /

Jean-Paul Maes

Schloss Bettemburg

22.4.20 20h (Premiere)

12.5.20 20h

13.5.20 20h

20.5.20 20h

21.5.20 20h

27.5.20 20h

28.5.20 20h